3. Brühler Tagung junger Asienexperten, Mai 2001
Der chinesische Aktienmarkt
von Felix Ulmer-Zhuo
A. Dissertation: "Der chinesische Aktienmarkt börsennotierter
Unternehmen"
B. Vortrag
Quellen
3 Fazit und Ausblick
Durch die hohe Unsicherheit im Markt entstehen erhöhte Transaktionskosten.
Der Markt kann zwar inländisches und ausländisches Kapital mobilisieren,
eine effiziente Allokation kann er jedoch nicht gewährleisten. Die chinesische
Sparquote liegt derzeit bei ca. 40% (China Statistical Yearbook 1999).
Gleichzeitig sind alternative Anlagemöglichkeiten wie Obligationen, Lebensversicherungen,
Bausparverträge u.ä. noch weitgehend unterentwickelt (Hou Shulin 2000,
S. 154 ff. & S. 162 ff.). Durch die Schaffung eines stabilen institutionellen
Arrangements, das die Durchsetzung des vorhandenen Instrumentariums ermöglicht,
und durch die weitere Regulierung des Marktes könnte das Potential der
Kapitalmobilisierung ausgebaut werden. Durch die Einrichtung des neuen
Marktes für Wachstumsunternehmen soll Markttiefe geschaffen werden, was
zur Verringerung der bisherigen Schwankungen beitragen kann. Die reine
Verlagerung von Kapital ohne Aktivierung zusätzlicher Mittel ist aber
nicht ausgeschlossen und hängt vom Investorenschutz im jeweiligen Segment
ab. Weitere Schritte müssen bei der Transparenz der Unternehmensbewertung
realisiert werden. Die Rahmenbedingungen sollten ein möglichst großes
Maß an Verlässlichkeit und Vorhersehbarkeit bieten, damit Investoren bei
der Investition am Aktienmarkt nicht zusätzliche Sicherheiten in Anspruch
nehmen müssen, die die Allokationsfunktion behindern.

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