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Programmvorschau bis 24. Juni 2005
Der TVFOKUS präsentiert Ihnen nicht nur Filme aus und über China, sondern widmet sich asienbezogenen Sendungen im deutschsprachigen Fernsehen insgesamt. Die Programmübersicht erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Kurzfristige Programmänderungen der Sender bleiben vorbehalten.
| |  | | 05.11.2002 | | | Dienstag | Zurück zur Übersicht |  | | 23:00 | | | Das Wundermittel | | NDR | | | Mit Japan-Mus gegen die Leiden der Menschheit | | | | | Reportage von Tom Ockers, BRD 2002
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 |  | | Angeblich mit Man-Koso gedüngter Riesen-Kürbis von der Versuchsfarm des Herstellers. Bild: © NDR |
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Die Anzeigenseiten zahlloser Blätter werben für sagenhafte Wundermittel gegen kalte Füße und Konzentrationsstörungen, gegen Sodbrennen und Schlaflosigkeit. Mit Knoblauch oder Ginseng geht es gegen vieles, woran die Menschheit leidet.
Seit einiger Zeit ist ein neues Wundermus aus Japan auf dem Markt. Man-Koso heißt es und offizielle Werbung hierfür gibt es nicht. Doch laut Flüsterpropaganda hilft es gegen nahezu alles - indem es die 'Abwehrkräfte des Körpers' stärkt. Und dies zu einem starken Preis zwischen 160 und 750 Euro pro Mus-Glas.
Der Filmemacher Tom Ockers hat sich auf die Spur des Allheilmittels gesetzt und ging den unglaublichsten Geschichten nach. Er hörte von wieder nachgewachsenen Fingern und zu neuem Leben erwachten Goldfischen. Die Zusammensetzung des braunen Breis ist streng geheim und soll aus 57 fermentierter Frucht- und Gemüsearten bestehen. Mensch und Tier würden hiervon gesund, Pflanzen gediehen prächtig. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, Man-Koso helfe gar gegen Krebs. Dabei hat das Mittel keine Medikamentenzulassung und darf nur als Lebensmittel verkauft werden.
Der Autor fuhr nach Japan, blickte dort in riesige Mus-Töpfe und stellte fest, dass bei der Herstellerfirma gigantische Kürbisse und Rettiche gezüchtet werden , angeblich mit Man-Koso gedüngt, und er erfuhr, dass das braune Mus sogar den Segen einer Schinto-Priesterin hat.
In Deutschland allerdings sagt die Bundesanstalt für Ernährung: Nicht empfehlenswert ... Verbrauchertäuschung.
Der Importeur, einst Inhaber einer Spedition, kann sich über den Umsatz kaum beschweren und Ärzte verdienen zwischen 5 und 30 Prozent pro verkauftem Glas. Ein Beispiel für unseriöse Methoden cleverer Geschäftemacher? Ein Wundermittel? Oder nur ein Beispiel für die Kraft der Einbildung und des Placebo-Effektes?
Ein Recherchenergebnis jedenfalls zeigt nicht etwa asiatische Glaubenskraft, sondern einfache Geschäftstüchtigkeit: Heimlich hinter dem Rücken des deutschen Importeurs hat der japanische Hersteller bereits einen zweiten Vertreiber in Hamburg beauftragt - bei dem steht nun San-Sai auf dem Mustopf, drinnen aber ist der gleiche Gesund- Brei. Zwischen wunderbaren Heilungen und wissenschaftlicher Kritik steht am Ende die Feststellung: Wer glaubt, der kauft - wer nicht glaubt, kauft nicht!Zurück zur Übersicht
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