Der Lamatempel liegt am nordöstlichen Rand der Innenstadt an der zweiten Ringstraße. Die Tempelanlage zählt zu den schönsten Pekings. Übersetzt man den chinesischen Namen des Tempels direkt, so lautet er Palast der Ewigen Harmonie.
Die Gebäude der Anlage gehen auf das Jahr 1694 zurück. Ursprünglich war die Anlage nicht für religiöse Zwecke bestimmt, sondern diente zunächst dem vierten Sohn des Qing-Kaisers Kangxi als Residenz, der später unter der Devise Yongzheng selbst den Kaiserthron besteigen sollte. 1744, 22 Jahre nach der Inthronisierung Yongzhengs, wurde die Anlage in ein Kloster umgewandelt. Sein Sohn und Kaiser Qianlong wiederum vergrößerte die Tempelanlage und siedelte eine größere Zahl tibetisch-buddhistischer Mönche und mandschurische Schüler hier an. In seiner Hochzeit lebten mehr als 1.000 Mönche im Yonghegong, dessen Funktion als Tempel bis in die fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts andauerte. Während der Kulturrevolution wurde der Tempel geschlossen, die Mönche wurden verjagt.