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| Projektgruppe Model United Nations, München
2000 |
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Tibet oder die Frage der Minoritäten in der VR China
- Sabine Krause
IV. Zukünftige Problemfelder in Tibet
C. Kulturbewahrung
Der wichtigste Bestandteil der tibetischen Kultur ist die lamaistische Religion,
die durch das über die Jahrhunderte gesammelte Wissen in den Klöstern
am Leben gehalten wurde. Durch die Zerstörung der Klöster, die langjährige
Inhaftierung von Tausenden von Mönchen und von Gläubigen sowie das
beständige Abwandern Gläubiger ins Ausland ist die Weitergabe religiösen
Wissens und der damit verbundene Fortbestand der Religion und des tibetischen
Staatswesens nicht länger gewährleistet.
Hierzu die Aussage eines hohen Mönchs, der in Peking ausgebildet wurde
und die deutlich macht, wie recht diejenigen haben, die sich um den Fortbestand
der tibetischen geistlichen Kultur im traditionellen Sinn sorgen:
"I lived under the Tibetan politico-religious system for many
years and was entitled "Living Buddha". With the help of the Chinese
Communist Party, I have participated in revolutionary work and studied the theory
of Marxism-Leninism as well as social and natural scientific works and ancient
Tibetan annals. Now I have a better understanding of dialectical materialism
and historical materialism and thus have gained a wider field of vision. I have
come to realize that when I was a monk in the monastery, I was completely ignorant
of social evolution and social development. Compared with my life at that time,
my progress today is satisfactory." 24
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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