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| Projektgruppe Model United Nations, München
2000 |
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Tibet oder die Frage der Minoritäten in der VR China
- Sabine Krause
III. Tibet
"Die Tibeter und ihre ausländischen Sympathisanten
beschreiben Tibet als ein seit alter Zeit unabhängiges und in seinen
Eigenschaften unverwechselbares Land, das zwar von China immer wieder angegriffen
und zeitweise besetzt, nie aber dauerhaft unterworfen worden und erst 1951
unter ein Okkupationsregime geraten sei, dessen Ziele darin bestünden,
die tibetische Zivilisation und vielleicht sogar die Bevölkerung auszulöschen."5
"Now, in socialist China, the broad masses of the Tibetan
people have been liberated from the feudal politico-religious system, and
they are enjoying personal freedom and leading a happy life."6
Betrachtet man diese beiden Ausagen hochrangiger Politikwissenschaftler, so
wird die Kluft zwischen den Fronten deutlich sichtbar. Besonders tragisch in
diesem Zusammenhang ist, daß beide Ausagen vorgeben, den tibetischen Standpunkt
wiederzugeben, was verdeutlicht, inwieweit es den chinesischen Behörden
bereits gelang, in den knapp 50 Jahren ihrer Besatzung Einfluß auf das
tibetische Selbstverständnis auszuüben. In der Folge soll versucht
werden, ein umfassendes Verständnis der Tibetproblematik zu ermöglichen.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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