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| Projektgruppe Model United Nations, München
2000 |
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Tibet oder die Frage der Minoritäten in der VR China
- Sabine Krause
II. Minderheiten in der Volksrepublik China
A. Die ethnischen Gruppen in der VR China
Die Volksrepublik China umfaßt 56 Ethnien, die in der Volkszählung von 1990 wie folgt erfaßt wurden: die größte Gruppe sind die Han, die 91,96% der Gesamtbevölkerung stellen; die anderen 55 Volksgruppen haben demnach zusammen nur einen Anteil von 8,04% der Bevölkerung. Diese 55 Ethnien sind hauptsächlich an den Grenzen Chinas angesiedelt und ihrer Größe nach angeordnet handelt es sich um die Zhuang, Hui, Uyguren, Yi, Miao, Mandschu, Tibeter, Mongolen, Tujia, Bouyei, Koreaner, Dong, Yao, Bai, Hani, Kazachen, Dai, Li, Lisu, She, Lahu, Va, Shui, Dongxiang, Naxi, Tu, Kirgisen, Qiang, Daur, Mulam, Gelo, Xibe, Jingpo, Salar, Blang, Maonan, Tajiken, Pumi, Nu, Achang, Ewenki, Jino, Usbeken, Jing, Deang, Yugur, Bonan, Moinba, Drung, Oroqen, Tataren, Russen, Gaoshan, Hezhen und Lhoba.
Die Zhuang waren in der Volkszählung von 1990 als größte Gruppe
13,38 Millionen stark, die Lhoba dagegen bestehen nur aus 2312 Angehörigen.
Interessant im Zusammenhang dieser Arbeit ist, daß Tibet mit seinen 4,5
Millionen Angehörigen erst an siebter Stelle steht.1
Die Sprache und Schrift der Han sind das sogenannte "Mandarinchinesisch", die offizielle Landessprache und eine Arbeitssprache der Vereinten Nationen. Die Hui und die Mandschus nutzen ebenfalls Han zur Verständigung, wohingegen die restlichen 53 Minderheiten ihre eigenen Sprachen sprechen und 23 davon sogar über eine eigene Schrift verfügen.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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