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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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Das Verhältnis zwischen der VR China und der Republik
China auf Taiwan gestern und heute - Markus Höhne
II. Wurzeln des Bürgerkriegs
B. Spaltung Chinas
Nach der Zurückschlagung der japanischen Agression flammte
der Bürgerkrieg in China wieder auf. Die Streitkräfte Mao Zedongs
wurden von der Sowjetunion mit Ausrüstung und Beratung unterstützt
und starteten eine Offensive gegen die auch von innenpolitischen Problemen (Inflation,
Korruption, Vertrauensverlust der Bevölkerung) geschwächte Kuomintang-Regierung.
Die KMT-Truppen wurden bis 1949 immer weiter zurückgeschlagen. Am 1.Oktober
1949 rief Mao Zedong auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking die Gründung
der Volksrepublik China aus;12
kurz darauf floh Chiang Kaishek mit ca. zwei Millionen Anhängern (Parteifunktionäre,
Soldaten und Unternehmer) und grossen Teilen des Staatsschatzes vom Festland
auf die Insel Taiwan. Der Sitz des 1947/48 auf dem Festland gewählten,
letzten gesamtchinesischen Parlaments wurde im Dezember 1949 in die Inselhauptstadt
Taipei verlegt. Somit vollzog sich die Teilung Chinas: Die Volksrepublik China
auf dem Festland trat in Konkurrenz zu der 1912 gegründeten, doch seit
Ende 1949 nur noch auf Taiwan fortbestehenden Republik China.13
Insgesamt kann festgestellt werden, dass die chinesische Teilung
im Jahr 1949 das Resultat eines innerchinesischen, politisch-ideologisch geprägten
Konflikts zwischen der KMT und der KPCh seit den 20er Jahren ist. Schon damals
gingen die Auffassungen beider Parteien über die Reformen in China und
das zukünftige "Gesicht" des Landes weit auseinander. Die zwei
"Einheitsfronten" stellten lediglich sehr brüchige Zweckbündnisse
dar, die vor allem auf äußeren Druck (im ersten Fall auf Betreiben
der Sowjetunion, im zweiten Fall ausgelöst durch die Japanische Bedrohung)
zustande kamen.14
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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