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| Projektgruppe Model United Nations, München
2000 |
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Die Politik des Pragmatismus in der post-Mao Ära
– Wirtschaftliche Öffnung ohne politische Reform? - Henrik
Schillinger
I. Einleitung
Nach dem Tode des ‘Großen Vorsitzenden’ Mao Zedong im Jahre 1976 gelangte
eine Gruppe pragmatischer Reformer an die Schaltstellen der Macht innerhalb
der chinesischen Regierung. Diese Männer hatten die Fehlerhaftigkeit einer
von kommunistisch-maoistischer Ideologie bestimmten Wirtschaft erkannt und vollzogen
dementsprechend eine radikale Abwendung von dieser Ideologie. In den folgenden
Jahren unterwarfen sie die Volksrepublik China (VRC) einem schrittweisen Prozeß
wirtschaftlicher Neuerung und Öffnung, der immer noch andauert und sich
auch auf den politischen und gesellschaftlichen Bereich auswirkt. Ob sich allerdings
die Hoffnung des Westens auf eine friedliche Evolution Chinas von einer wirtschaftlichen
Öffnung hin zu Demokratisierung und Achtung der Menschenrechte erfüllt,
ist zumindest zweifelhaft, wenn man die brutale Unterdrückung entsprechender
Bürgerbewegungen in China betrachtet. Die vorliegende Arbeit widmet sich
daher dem Reformprozeß der post-Mao Ära unter dem speziellen Aspekt
ihrer gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen. Kapitel 1 ordnet die
Reformen in die politische (Ideen)geschichte der VRC ein. Kapitel 2 behandelt
den Inhalt der Reformen. Kapitel 3 beschreibt die Schwierigkeiten der Reformen
und leitet aus den daraus resultierenden Widerständen den schrittweisen
Charakter des Reformprozesses ab. Kapitel 4 versucht schließlich eine
Beantwortung der ursprünglichen Fragestellung durch eine ideologisch-politische
Charakterisierung der heutigen VRC.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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