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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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Die Außenwirtschaftspolitik der VR China
- Uwe Böwer
I. Die Wirtschaftsgeschichte: China - eine Handelsnation ?
E. Der Rückschlag von 1989
Im April 1989 kam es in Peking zum ersten Mal zu Demonstrationen
für mehr Freiheit und Demokratie. Auch in anderen Provinzhauptstädten
versammelten sich vornehmlich Studenten und forderten den Rücktritt Deng
Xiaopings. Nachdem sich die chinesische Führung von den fortdauernden Protesten,
die inzwischen von Hungerstreiks begleitet wurden, zunehmend bedroht sah, wurde
am 20. Mai 1989 über der Hauptstadt das Kriegsrecht verhängt. Deng
Xiaoping und Regierungschef Li Peng befahlen schließlich gegen den Willen
des Parteivorsitzenden Zhao Ziyang den Militäreinsatz, der den Platz des
Himmlischen Friedens in Peking am 4. Juni 1989 gewaltsam räumte und Hunderte
von Menschen das Leben kostete.
Die Geschehnisse im Juni 1989 erregten weltweites Aufsehen, das
sich auch auf Chinas Außenwirtschaft auswirkte. In erster Linie die Staaten
der westlichen Welt verurteilten das Vorgehen der chinesischen Führung
scharf und schränkten Programme der wirtschaftlichen Zusammenarbeit drastisch
ein. Die USA beispielsweise versagten ab sofort ihre Unterstützung für
IWF-Kredite an China und setzten ein Verbot gegen chinesische Waffenimporte
in Kraft.
Auch private Investoren verloren vorübergehend das Interesse
an einem Engagement in China.
Die chinesische Regierung bemühte sich dagegen um eine Normalisierung
der Außenbeziehungen, die Ende 1990 mit den meisten Staaten auch erreicht
wurde.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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