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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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Die chinesische Politik gegenüber dem Internationalen
Währungsfonds und der Weltbank, und Chancen und Möglichkeiten hinsichtlich
eines Beitritts zur Welthandelsorganisation - Mathias G. Junkert
- Zusammenfassung -
Der Beitrag versucht eine Analyse der chinesischen Politik gegenüber
den internationalen Finanzorganisationen IMF und Weltbank, weiterhin gegenüber
dem GATT und der Welthandelsorganisation. Dabei ist es interessant zu sehen,
wie schwankend und ungewiss das Verhältnis Chinas zu diesen Institutionen
seit dem Bestehen der Volksrepublik war und immer noch ist.
Dieses Verhältnis war stets abhängig von der Stärke
der volksrepublikanischen Ideologien gegenüber wirtschaftlichen Notwendigkeiten,
von dem Maß der Bereitschaft, die Isolation zu überwinden und einen
Kurs zu fahren, der einerseits die Öffnung zur Außenwelt forderte,
andererseits aber internationale Investitionen und Entwicklung möglich
machte.
Die Geschichte der Volksrepublik China gegenüber IMF, Weltbank
und GATT (WTO) reicht von gänzlicher Ablehnung bis hin zu Annäherung
und Kompromissbereitschaft. Hierbei prägten charismatische politische Führer
angefangen von Mao Zedong bis Deng Xiaoping die Ausrichtung der chinesischen
Politik entscheidend.
Während IMF,Weltbank und GATT seit 1949 als Instrumente der
Indusrieländer zur Ausbeutung der Entwicklungsländer verurteilt wurden,
fand ab dem Eintritt der Volksrepublik in die UNO 1971 ein Richtungswechsel
statt, der eine schrittweise Annäherung Chinas an die internationale Bühne
ermöglichte.
Wirklich in Gang gebracht wurde der Reformprozess jedoch erst
ab 1978 mit dem pragmatischen Deng Xiaoping. Schon 1980 wurde China Mitglied
im IMF und der Weltbank, wobei das Verhältnis zu diesen Institutionen bis
heute problematisch ist.
Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurden die chinesischen
Reformer in ihrer Ansicht gestärkt, den Weg der Öffnung zwar konsequent
zu gehen, aber äußerst vorsichtig und mit kleinen Schritten. Diesen
Zwiespalt zwischen Reform und Öffnung einerseits und Festhalten am Status
quo andererseits spiegelt auch das Verhältnis zur Welthandelsorganisation
wider, wo immer noch nicht geklärt ist, wann, unter welchen Bedingungen
und mit welchen Folgen die Volksrepublik Vollmitglied werden kann.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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