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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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Chinas Rolle in den Vereinten Nationen - Nicole
Alecu de Fler
III. Die Rolle Chinas in den Vereinten Nationen bezüglich
einiger Themengebiete
D. Chinas Rolle in den Vereinten Nationen im Hinblick auf Menschenrechte
Die Menschenrechte sind ein Themengebiet, in dem China keine besonders
kooperative Rolle gespielt hat.
"Auf dem Gebiet der Menschenrechte widerspricht die
nationale und internationale Praxis der Volksrepublik weiterhin ihrem Grundbekenntnis
zu internationalen Regimen."42
Ein Menschenrechtsregime jedoch ohne die Beteiligung Chinas, oder
das im Hinblick auf China eine Ausnahme macht, ist ein "zahnloser Tiger".
Auch was die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen angeht,
spielte Peking bislang eine destruktive Rolle. Es akzeptierte die Menschenrechtskommission
nicht, sondern verlangte, daß sie reformiert werde. Es forderte eine Rationalisierung,
eine besser gewichtete Verteilung der Sitze in der Kommission und mehr Neutralität
von den Arbeitsgruppen oder Individuen der Kommission, was die meisten anderen
Ländern als ungerechtfertigt ansahen. Viele Länder befürchten
insbesondere, daß eine "Rationalisierung", d.h. Verringerung
der Mitgliedschaft und der Ressourcen, der Menschenrechtskommission, die Körperschaften
der Menschenrechtsverträge dahingehend beeinträchtigen könnte,
daß sie ihre Mandate nicht mehr effektiv ausführen können.
Pekings machtvolle Rolle in den Vereinten Nationen im Hinblick
auf die Menschenrechte wurde auch dadurch illustriert, daß die Menschenrechtskommission
es unter dem Druck Pekings bis heute nicht geschafft hat, eine Resolution bezüglich
Chinas auch nur in Betracht zu ziehen.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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