 |
|
Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
 |
Chinas Rolle in den Vereinten Nationen - Nicole
Alecu de Fler
I. Chinas Rolle im Hinblick auf die Vereinten Nationen vom
Ende des Zweiten Weltkrieges bis zu seiner Aufnahme in die Vereinten Nationen
H. Schlußfolgerung
Es ist bemerkenswert, daß Peking die Rolle, die es im Hinblick
auf die Vereinten Nationen spielen wollte, nur für eine relativ kurze Zeit,
nämlich zwischen 1961 und 1969, negativ definierte, und daß Peking
sogar während dieses Zeitraumes nicht einfach versuchte, die Vereinten
Nationen zu vergessen, sondern nach einem Ersatz zu ihnen suchte. Peking wollte
also immer eine positive Rolle in einer solchen Organisation spielen.
Viele Jahre lang befürwortete und unterstützte China
die Vereinten Nationen, ging aber – was seine Anliegen betrifft – bis auf die
kurze Anfangsphase meist indirekt vor, übernahm die Rolle eines "Taktikers",
was auch heute noch ein typischer Bestandteil der Rolle Chinas in den Vereinten
Nationen ist.
Auch definierte Peking seine Rolle im Hinblick auf die Vereinten
Nationen immer aktiv – mit Ausnahme des Zeitraumes von 1954 bis 1957. Da eine
aktive Haltung Stärke impliziert, könnte man daraus folgern, daß
Pekings sich selbst die Rolle einer gleichberechtigten Großmacht geben
wollte, obwohl die zwei Supermächte, USA und UdSSR, mit denen sich Peking
beschäftigte, objektiv gesehen sicherlich stärker waren als die China.
Es ist zweifellos richtig, daß Peking damit seine Rolle unkonventionell
und innovativ definierte.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
|
 |