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Chinas Rolle in den Vereinten Nationen - Nicole Alecu de Fler

 Einleitung    I     II     III     IV     V     VI     Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Kay Möller beschreibt die gegenwärtige Rolle Chinas in den Vereinten Nationen (VN) in einem kürzlich erschienenen Artikel als die eines "stille[n] Teilhaber[s]"1. Im folgenden soll untersucht werden, ob die Rolle Chinas in den VN wirklich auf diese Weise skizziert werden kann.

Die Rolle Chinas in den Vereinten Nationen wird wesentlich bestimmt durch die Rolle, die China in den Vereinten Nationen spielen möchte, und durch die Haltung Chinas den Vereinten Nationen gegenüber, sowie dadurch, wie die Rolle Chinas in den Vereinten Nationen von anderen wahrgenommen wird. Um die gegenwärtige Rolle Chinas in den Vereinten Nationen zu analysieren und zu verstehen, bedarf es außerdem einer Betrachtung der geschichtlichen Entwicklung derselben. Es ist wichtig, zunächst ein wenig in der Geschichte zurückzugehen, um die "roten Fäden" und "Richtungswechsel", die Chinas heutige Rolle in den Vereinten Nationen bestimmt haben, erkennen zu können.

Anschließend soll näher auf die sich herauskristallisierenden Rolle Chinas in den Vereinten Nationen nach seiner Aufnahme am 25. Oktober 1971 eingegangen werden. Speziell wird dabei Chinas Rolle in der Generalversammlung und dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen behandelt, sowie seine Rolle in Nicht-Regierungsorganisationen (non-governmental organizations – NGOs) und internationalen Nicht-Regierungsorganisationen (international non-governmental organizations – INGOs), da diese zunehmende Bedeutung für die Arbeit der Vereinten Nationen haben.

Schließlich sollen einige thematische Gebiete, in denen China eine besondere Rolle gespielt hat bzw. spielt, und in denen Chinas Rolle in den Vereinten Nationen deutlich wird, näher betrachtet werden.

Die Untersuchung der Rolle der Volksrepublik China in den Vereinten Nationen soll sich anfangs maßgeblich an dem Buch "Peking’s UN Policy. Continuity and Change" von B.S.J. Weng orientieren, da dieses nicht nur besonders detailliert die verschiedenen Abschnitte darlegt und begründet, die sich hinsichtlich der Haltung Chinas zu den VN vor seiner Aufnahme erkennen lassen, sondern auch zeigt, wie die Rolle der Volksrepublik China im Hinblick auf die Vereinten Nationen von anderen Staaten perzipiert wurde. Die darauf folgenden Abschnitte beziehen sich wesentlich auf die Texte "Der stille Teilhaber. China zwischen Eigeninteresse und Kooperationsbereitschaft" von K. Möller und "China and the United Nations" von S.S. Kim. K. Möller geht insbesondere auf die Rolle der Volksrepublik China in den Vereinten Nationen nach ihrer Aufnahme und ihre gegenwärtige Rolle ein, und der Text von S.S. Kim bietet wertvolle Informationen, besonders auch bezüglich einiger thematischer Gebiete, um dies zu hinterlegen.

 
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Chinas politisches System, von Sebastian Heilmann
Chinas, the EU & the USA:Partners or Competitors? Duis-burger Arbeits-papiere Nr.45