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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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China und Japan: Historische, wirtschaftliche und strategische
Beziehungen, insbesondere nach Ende des kalten Krieges - Miriam Clados
V. Sicherheit und Miltär
C. Die US-sino-japanischen Beziehungen
Das Spannungsdreieck China-Japan-USA kann bei einer Analyse der
chinesisch-japanischen Beziehungen nicht unberücksichtigt bleiben. Während
des kalten Krieges diktierte die Sicherheitspolitik der USA eine enge Allianz
mit Japan, die auch nach dem Ende des Kalten Krieges bestehen blieb. Die Beziehungen
Japans mit den USA spielen eine ambivalente Rolle innerhalb der Beziehungen
zwischen China und Japan. Der Vertrag zwischen Japan und den USA wird jährlich
verlängert und hat eine ständige Präsenz von US-Militär
in Japan zur Folge. Obwohl die Stimmung innerhalb Japans vorallem seit 1995,
als ein 12 Jahre altes Schulmädchen von drei US-Soldaten vergewaltigt wurde,
stärker gegen die Stationierung der Truppen umgeschlagen ist, ist eine
Beendigung des Vertrags wohl auch in den nächsten Jahren noch nicht zu
erwarten. Allerdings wurden seit 1996 schon verschiedene Militärbasen geräumt
und an Japan zurückgegeben.
1997 wurde eine neue gemeinsame Deklaration für Sicherheit
von der japanischen und der US-Regierung ausgearbeitet. In ihr wurden neue Richtlinien
für die Kooperation zwischen Japan und den USA bezüglich der Verteidigung
Japans herausgegeben. China hat dies scharf kritisiert und äußerte
sich besorgt über die verstärkte Zusammenarbeit Japans und den USA
und auch über das angekündigte Engagement der beiden Staaten innerhalb
der Region um Japan. Dabei fürchtet es am meisten einen möglichen
Einsatz in Taiwan. Nichtsdestotrotz wurde diese Deklaration mitte 1998 verabschiedet.
Für China ist die Präsenz der US-Truppen hinderlich bei der Ausweitung
seiner Machtssphäre und dem Aufstieg zur Großmacht. Andererseits
garantiert die Anwesenheit auch eine Sicherheit und Stabilität, die China
im Moment noch nicht geben könnte. Zudem kommt noch, daß China sich
ein wenig, als Ziel diese Bündnisses, als Ersatz für die Sowjetunion
fühlt. Das wurde bestärkt, als Japans eigene Truppen immer mehr ausgebaut
wurden und von der USA mit nuklearen Verteidigungswaffen ausgestattet wurden.
Für China stellt sich die Frage, ob der Nuklear-Schirm vielleicht sogar
wegen der eigenen Rolle aufgebaut wurde. Dies würde auch eine neue Dimension
zur Taiwan-Problematik hinzufügen, da sich im Falle einer gemeinsamen Entscheidung
der Bündnisspartner USA und Japan für Taiwan und weg von China, China
sich, als schwächere Macht, zurückziehen müsste. Diese Problematik
wird über kurz oder lang einer Aufklärung bedürfen(vgl.Lit.13).
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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