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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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China und Japan: Historische, wirtschaftliche und strategische
Beziehungen, insbesondere nach Ende des kalten Krieges - Miriam Clados
IV. Die Wirtschaftsbeziehungen
D. Entwicklungsperspektiven der Wirtschaftsbeziehungen
Japanische Unternehmen haben sich in den vergangenen zehn Jahren
mit intensiven Direktinvestitionen in China etabliert und sind heute kaum mehr
aus der chinesischen Volkswirtschaft wegzudenken. Trotz mancher Probleme und
der derzeitigen japanischen Zurückhaltung bei der Verteilung von Investitionen
ist von einem generellen Rückzug nicht die Rede. China wird nach wie vor
als vielversprechendster Zielort für japanische Direktinvestitionen bezeichnet.
Allerdings haben z.B. westeuropäische Firmen den Vorteil, frei von der
Last der politischen Vergangenheit zu sein, die immer noch als Konfliktpotential
dienen können, wie es beim Besuch Jiang Zemins in Tokio 1998 deutlich wurde,
(vgl.Lit.27). Eine dauernde Präferenz für japanische Unternehmen ist
schon allein unter diesem Gesichtspunkt aus der Sicht Chinas unwahrscheinlich,
obwohl es umgekehrt auch nie zu einer direkten Benachteiligung japanischer Unternehmen
in China gekommen ist. Wegen der guten geostrategischen Lage und den komplementären
Wirtschaftsbedürfnissen werden die Beziehungen nicht abreissen. China und
Japan werden ihre vielfältigen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen als stärksten
Eckpfeiler ihrer Beziehungen sicher ausbauen -ohne Konflikte werden sie allerdings
nicht sein(vgl.Lit.8).
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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