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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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China und Japan: Historische, wirtschaftliche und strategische
Beziehungen, insbesondere nach Ende des kalten Krieges - Miriam Clados
IV. Die Wirtschaftsbeziehungen
A. Die Ausgangslage
Japan und die Volksrepublik China sind die beiden größten
Volkswirtschaften Ostasiens und stellen daher beide für sich einen wichtigen
Faktor für den Wiederaufschwung und die weitere Entwicklung der Region
dar. Trotz der hohen Wachstumsdynamik Chinas steht das Bruttoinlandsprodukt
des Landes immer noch im fast genau umgekehrten Verhältnis zu dem Japans
wie die Relation der jeweiligen Bevölkerungen: Das chinesische BIP entspricht
etwa einem zehntel des japanischen. Die Bewertung der beiden größten
Volkswirtschaften Ostasiens hat sich aber durch die Finanz- und Wirtschaftskrise
verändert. Während Japan nach allgemeiner Ansicht seiner ihm zugedachten
Rolle als Lokomotive der Region nicht gerecht geworden ist wird die Volksrepublik,
die entgegen verbreiteter Befürchtungen ihre Währung nicht abgewertet
hat, als "island of stability" gelobt(vgl.Lit9).
China hat über die Jahre hinweg mehr Direktinvestitionen
aus Japan erhalten als alle anderen Länder mit Ausnahme der USA. Die große
China-Euphorie die zu einem wahren Investitionsboom geführt hatte, machte
jedoch schon vor etwa zwei Jahren, vor der Asienkrise, einer vorsichtigeren
Einschätzung Platz. Zu den Ursachen zählt, daß die japanischen
Unternehmen ihre China-Geschäfte neu evaluieren. Demnach ist der unkritische
Enthusiasmus verflogen und hat der Erkenntnis Platz gemacht, daß sich
das Profil der chinesischen Wirtschaft wandelt. Die Strategie, China als billigen
Produktionsstandort zu benutzen ist offenbar an ihre Grenzen gestoßen.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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