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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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China und Japan: Historische, wirtschaftliche und strategische
Beziehungen, insbesondere nach Ende des kalten Krieges - Miriam Clados
II. Ein Überblick bis 1989
B. Die Zeit der relativen Kontaktlosigkeit von 1949 bis 1972
Die Kommunistische Partei Chinas nutzte die Anprangerungen jeglicher
Kompromißbereitschaft gegenüber dem japanischen Agressor propagandistisch
für ihre eigenen Zwecke und verstand es dabei sehr gut, sich als die Verkörperung
des chinesischen Widerstandes gegen Japan darzustellen. Diese Haltung fügte
sich nach 1949 nahtlos in die "anti-imperialistische" Außenpolitik
Beijings ein, die sich zunächst hauptsächlich gegen die USA und Japan
richtete. Japan wurde als die imperialistische Macht und ein Volk von Unterdrückern
verteufelt. Dennoch rissen die Beziehungen nicht völlig ab, wenn sie jedoch
auf ein Minimum beschränkt blieben. Diese Lücke in Chinas Außenpolitik
wurde durch die Annäherung an die Sowjetunion kompensiert. Die nunmehr
neu gegründete Volksrepublik China zog sich aber sonst in die Isolation
zurück.
Nach dem Bruch mit der Sowjetunion jedoch mußte China aus
Angst, es könne zu einer sowjetisch-japanischen Verständigung kommen,
seine Politik gegenüber Japan neu überdenken. Als mit dem Nixon-Besuch
in der VR China im Februar 1972 die Normalisierung der chinesisch-amerikanischen
Beziehungen eingeleitet wurde, kam es noch im selben Jahr zur Aufnahme diplomatischer
Beziehungen zwischen China und Japan(vgl.Lit29 ;S.722).
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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