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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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China und Japan: Historische, wirtschaftliche und strategische
Beziehungen, insbesondere nach Ende des kalten Krieges - Miriam Clados
I. Einleitung
Am 26. November 1998 folgte der Präsident der Volksrepublik
China Jiang Zemin einer Einladung der japanischen Regierung und stattete dem
japanischen Inselreich einen offiziellen Besuch ab. Themen des historisch bedeutsamen
Besuchs waren die jeweiligen Ansichten zur internationalen Situation und regionalen
Problemen und überdies die Beziehungen zwischen Japan und China. In einer
offiziellen Stellungnahme hieß es dabei:
Both sides believe that after the cold war, the Asian region
has continued to move toward stability and the regional cooperation has deepened
further. In addition, both sides are convinced that this region will exert
greater influence on international politics, economies and security and will
continue to play an important role in the coming century. Both sides reiterate
that it is the unshakable fundamental policy of the two countries to maintain
the peace of this region and to promote its development, and that they will
not seek hegemony in the Asian region and setlle all disputes by peaceful
means, without resource to use or threat of force....Both sides reviewed the
bilateral relationship since the normalization of the relations between Japan
and China and expressed satisfaction with the remarkable development in all
areas, including politics, economics, culture and personal exchanges...Both
sides reaffirmed that the Japan-China relationship is one of the most important
bilateral relationships for the respective country (Japan-China Joint Declaration
on Building a partnership of friendship and cooperationfor peace and security;
Doc; 26 November 1996) .
Im Folgenden wird es unser Ziel sein, diesen Austausch diplomatischer
Höflichkeiten auf seinen Gehalt zu untersuchen. Um das heutige Verhältnis
der Volksrepublik China zu Japan zu verstehen, kann man nicht umhin, einen Blick
auf die gemeinsame Vergangenheit und Berührungspunkte der beiden Länder
zu werfen. Ein anderer Punkt, die wohl stärkste Verbindung und auch der
treibende Motor für die heutigen Beziehungen, sind die wirtschaftlichen
Verbindungen, namentlich Japans Investitionen in China und dessen großer
Absatzmarkt. Zuletzt spielt auch noch die Sicherheitsarchitektur im asiatisch-pazifischen
Raum eine Rolle, die das Verhältnis China-Japan immer wieder beeinflußt
hat.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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