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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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Das Verhältnis zwischen der Volksrepublik China
und der Europäischen Union - Christoph Schiffer
III. Die Beziehungen zwischen China und EU auf wirtschaftlicher
Ebene
B. Sonderverwaltungszonen Hongkong
und Macao
Die EU-Strategie für eine Partnerschaft mit China läßt
sich aus den offiziellen Dokumenten der EU ersehen. In bezug auf die beiden
'Sonderverwaltungszonen' (SVZ) Hongkong und Macao heißt es dazu:
"Europa hat ein aktives Interesse an der Zukunft der beiden
SVZen gerade wegen seiner besonderen Verbindungen dorthin. Die EU unterstützt
die Autonomie der SVZen (...). Die Europäische. Kommission veröffentlicht
ab 1999 jährlich einen Bericht über den Stand der Beziehungen zwischen
EU und Hongkong. Genauso richtet die Kommission ihr Augenmerk darauf, daß
das 'EG-Macao Handels- und Kooperationsübereinkommen' auch nach der Übergabe
an China voll in Kraft bleibt, um Macaos Autonomie-Status zu unterstützen.
Hongkong und Macao spielen eine wichtige Rolle als Tore in andere Regionen
Chinas. Die EU wird bilaterale Kooperations-Initiativen mit beiden Territorien
entwickeln."43
Die Frage bleibt, wie viel Autonomie China diesen ehemaligen Kolonien
zugesteht. An Hongkong hat man gesehen, daß es mit der politischen Autonomie
nicht sehr weit her ist. Andererseits sind die SVZen ähnlich, wie die Sonderwirtschafts-Zonen
ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Hongkong war vor der Wiedereingliederung
bzw. Rückgabe durch Großbritannien Chinas größter Handelspartner
und ist immer noch der 'Brückenkopf' für viele Geschäftsleute,
die in China investieren wollen. Das bedeutet, daß China sehr auf diese
SVZen achten wird, aber die KPCh wird auch bedacht darauf sein ihren Einfluß
auf die dortige Verwaltung auszubauen. Was Macao angeht, so beschränkt
sich dessen Wohlstand eher auf sein Dasein als Chinas 'Las Vegas' mit den größten
Spielcasinos. Die meisten 'Kunden' kommen jedoch aus Hongkong, so daß
Macao keine so bedeutende Rolle in Chinas wirtschaftlicher Entwicklung spielt.
Dort bleibt aber abzuwarten, ob Beijing das lokale Parlament im Amt lassen wird.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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