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Projektgruppe Model United Nations, München 2000 |
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Die sino-russischen Beziehungen nach dem Ende des Kalten
Krieges - Christina Wegener
IV. Hindernisse auf dem Weg zur engeren Zusammenarbeit
C. Generelle Schwierigkeiten
Ein wesentliches Hindernis für Freundschaft sind 4300 km
Grenze: Hier wurde bis 1997 keine Einigung erzielt.
Gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit ist zwar eine potentielle
Grundlage für enge Zusammenarbeit, aber bis jetzt ist sie noch relativ
wenig entwickelt. Um so nötiger wäre dies, da Kultur und Geschichte
die beiden Staaten mehr trennen als einigen.
Auch Waffenlieferungen stellen keine verläßliche Basis
für freundschaftliche sino-russische Beziehungen oder intensivierte Kooperation
auch in anderen Bereichen dar. Denn erstens handelt es sich dabei wahrscheinlich
um ein kurzfristiges Problem, das spätestens dann sein Ende findet, wenn
China eigene Produktionskapazitäten etabliert hat. Und zweitens besteht
kein direkter Zusammenhang zwischen Waffenverkäufen und guten politischen
Beziehungen. Für Rußland mögen sie eines Tages sogar den gegenteiligen
Effekt haben.
Eine wesentliche Bedrohung für die bilateralen Beziehungen
könnte aus den ehemals sowjetischen Republiken erwachsen: Sollten zentralasiatische
Staaten in einen Konflikt untereinander geraten, ließe sich ein russisches
und wohl auch ein chinesisches Eingreifen schwerlich verhindern. Es darf auch
nicht vergessen werden, daß China und Rußland im Wettkampf um die
Ressourcen des Internationalen Währungsfonds und um ausländische Investoren
stehen.Grundsätzlich erinnern die heutigen Beziehungen an die der 50er
Jahre, was keine großen Hoffnungen für die Zukunft erweckt.
| Ein Gemeinschaftsprojekt der Projektgruppe Model United Nations, LMU München, und INSIDE A - Asien Netzwerk AG |
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