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    THEMEN > Kultur >
Verknotung guter Wünsche - Chinesisches Makramee
von Carmen Sztob

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Verknotung guter Wünsche

- Geschichte und Wurzeln
- Materialien und Muster

MATERIALIEN UND MUSTER

Charakteristisch für das chinesische Makramee ist seine Fertigung aus einem einzigen Stück Schnur. Diese ist mindestens einen Meter lang. Zudem sieht der Knoten von vorne und hinten gleich aus.

Die traditionelle Farbe für die Knoten ist Rot, man findet sie jedoch auch in Grün, Blau, Schwarz oder Gold. Blumen, Vögel, Drachen, Phönix und Schuhe sind die häufigsten Muster, wobei Fische und Schuhe als besonders glücksverheißend angesehen werden. Fische verheißen ein positives Schicksal, der in eine Schuhfigur gearbeitete Knoten drückt den Wunsch aus, schlechte Energien auszutreiben.

Auch wenn so manche Knoten ausgesprochen kompliziert und kunstvoll in Musterung und Design erscheinen, so basieren sie doch alle auf den gleichen, festgelegten Methoden - sie sind alle eine Kombination von nicht einmal 20 Grundtechniken der Verknüpfung.

Ihre Namen stammen von der Form des Knotens, dem Verwendungszweck, dem Ort, an dem sie entstanden, oder der Bedeutung des Knotens. So gleicht etwa der "Doppelgeldknoten" zwei halb aufeinandergelegten alten chinesischen Kupfermünzen. Der "Knopfknoten" hat den Namen von seiner Anwendung. Der "Zehntausenderknoten" ähnelt nicht nur in der Form dem buddhistischen Hakenkreuz, das von den Chinesen auch im Sinn von Zehntausend verwendet wird, sondern er findet sich auch häufig an den Gürteln früher Guan-yin Statuen. Der "endlose Knoten", der jenem der acht buddhistischen Symbole nachempfunden ist, das für den ewigen Kreislauf steht, aus dem sich alles entwickelt, drückt genau diese endlose Verschlingung aus und ist Grundlage für viele Varianten.

Um die Knoten noch vielseitiger und schöner zu gestalten, bedient man sich, neben Schnüren aus Baumwolle, Hanf, Seide, Nylon und Leder auch solcher aus Gold, Silber und anderen Metallen, um dadurch den dekorativen Wert der Knoten und ihre Verwendbarkeit noch mehr zu erweitern. Zunehmend finden auch neue Materialien wie Holz und Ton Eingang in die Kunstform des chinesischen Makramee.


Fotos/Quelle: Xinhuanet

Chinesische Seiten zur Knotenkunst:
My Knots
Chinese Knot

 

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