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Happy Together - Glücklich vereint?
Zur Dimension von Globalisierung und Nationalkinematografie im Hongkong Film
- von Carmen Sztob

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IV. Transkulturelle Interpretation als dynamischer Prozeß

IV. Transkulturelle Interpretation als dynamischer Prozeß

Der westliche Hongkong Film Fan bevorzugt Action und Martial Arts Filme sowie Großstadtballaden nach dem Vorbild Wong Kar-Wais. Die obigen Ausführungen machen deutlich, warum diese Art von Hongkong Film gerade bei der urbanen Jugend in Europa und den USA eine so hohen Popularitätsstatus erreichen kann.

Seine implizite Formulierung von Globalisierungserfahrung macht diese global lesbar, er schafft Bilder für eine Erfahrung, die gerade die Jugend in den Großstädten teilt. Lokale Implikationen lassen sich in diesem Prozeß überlesen, umdeuten, überschreiben oder mit touristischem Blick konsumieren.

Schon aus Gründen der sprachlichen und kulturellen Unterschiedlichkeit treten Narration und Identifikation zurück hinter Elementen des kinematischem Spektakels. Lokale Thematiken werden nicht wahrgenommen oder anders rezipiert. Wong schreibt dazu:

    [...] Western audiences find many sences in these movies unintentionally funny, laughing at how the Chinese deal with friendship, family, and filial piety. This transnational incomprehension of cultural context creates comic issues - and sobbering responses - out of cinematic and cultural motifs which are serious for both Hong Kong and Asian American audiences (ibid., 99).

Ein Beispiel wie Thematiken im Prozess der transkulturellen Rezeption überschrieben werden, mag Tsui Hark SWORDSMAN III - THE EAST IST RED bieten. Im Westen wurde der Film aufgrund seiner das Geschlecht wechselnden Hauptfigur als Kommentar zur Genderproblematik gelesen und als prominentes Beispiel auf schwul-lesbischen Festivals präsentiert. Wong wendet dagegen ein, in Asien werde der Film generell nicht als homoerotisch interpretiert, vielmehr bestehe ein Bezug zu alten magischen Heldentraditionen (ibid., 100).

Transnationale Rezeption divergiert durch verschiedene Sehgewohnheiten und den unterschiedlichen kulturellen Hintergrund einzelner Konsumentengruppen. Eine abweichende Interpretation von Filmen ist daher kaum verwunderlich.

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