| 1. Mai |
Tag der Arbeit und Feiertag, doch die Parks und Plätze in China bleiben leer. Die häufig in China benutzten Papier-Mundschutzmasken sind vermutlich nutzlos. Hongkonger Ärtze wiesen darauf hin, dass nur die normalerweise von Chirurgen für Operationen genutzten Masken ausreichenden Schutz böten.
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2. Mai |
Die WHO-Vertreter in China machen sich Sorgen über die Möglichkeit der Eindämmung der SARS-Epidemie. Insbesondere rückständigere Inlandsprovinzen seien auf die Gefährdung nur unzureichend vorbereitet. Könne sich die Krankheit dort weiter ausbreiten, werde die ganze Welt auf längere Zeit mit ihr leben müssen.
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| 3. Mai |
In Peking sind nun bereits 14.000 Menschen in Quarantäne. Laut Hongkonger Forschern kann das Virus sowohl während des Infektionsprozesses als auch nach der Infektion mutieren.
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| 4. Mai |
In Peking werden die Zwangsferien für die knapp 1,4 Mio. Schüler in der Stadt um zwei Wochen verlängert. Dagegen nimmt die Deutsche Schule den Lehrbetrieb wieder auf.
Das Spucken im öffentlichen Raum soll nun härter bestraft werden. 50 RMB Strafe sollen Übeltäter zahlen. Die Gesundheitsbehörden weisen darauf hin, dass der Virus in Spucke ca. 38 Stunden überleben könne. Peking verzeichnet 1.741 SARS-Infizierte und 96 Todesopfer der Krankheit.
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5. Mai |
Deutschland stellt 10 Mio. EUR für Röntgen- und Beatmungsgeräte zur Verfügung. Die Lieferungen starten sofort.
Die Lufthansa halbiert die Zahl ihrer Flüge von und nach China, außerdem werden teilweise kleinere Maschinen eingesetzt.
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| 6. Mai |
Chinas Großstädte wirken wie gelähmt. Allen voran Peking, wo kaum noch öffentliches Leben stattfindet, größere Menschenansammlungen verboten sind, die Schulen geschlossen haben ebenso wie Kinos, Restaurants, viele Hotels und Geschäfte. Auf den Straßen nur wenig Verkehr, die sonst üblichen Staus fallen aus.
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| 7. Mai |
In Studien wird festgestellt, dass die Sterblichkeit von SARS-Infizierten bei ca. 15% liegt, bei Kranken im Alter von über 65 liegt sie sogar über 50% (siehe auch Im Dickicht der Statistik).
In Taiwan steigt die Zahl der Infizierten stetig und es sind auch bereits 13 Todesfälle zu beklagen.
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| 8. Mai |
Reisewarnungen der WHO für Taiwans Hauptstadt Taipeh sowie für die Stadt Tianjin und die Innere Mongolei
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| 10. Mai |
Die WHO kritisiert die chinesischen Gesundheitsbehörden, die bei 50% der Infizierten nicht feststellen können, wo die Ansteckung stattfand.
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| 16. Mai |
Die chinesische Regierung erklärt das Verheimlichen eines SARS-Verdachts und das Inkaufnehmen einer Weiterverbreitung von SARS zum Kapitalverbrechen. Darauf stehen mehrjährige Gefängnisstrafen. Im Falle der mutwilligen Weiterverbreitung von Infektionskrankheiten, darunter würde auch SARS fallen, kann sogar die Todesstrafe verhängt werden.
Taiwan zählt mittlerweile 34 SARS-Tote.
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| 19. Mai |
In Genf beginnt eine Konferenz der WHO. China ist WHO-Mitglied, Taiwan nicht, möchte es aber werden. Dagegen spricht sich China vehement aus. Taiwan will zumindest einen Beobachterstatus erhalten, wird darin von den USA, Japan und der EU unterstützt, kann sich jedoch mit seiner Forderung nicht durchsetzen.
In China geht die Zahl der Neuerkrankungen inzwischen deutlich zurück. Nur noch 12 neue Fälle wurden gemeldet.
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| 20. Mai |
Die Gesundheitsbehörde von Peking spricht davon, die Lungenseuche SARS sei "effektiv eingedämmt". Das Leben in der Stadt normalisiert sich, erste Verkehrsstaus werden gefeiert.
Die Regierung korrigiert ihre Strafandrohung für die Weiterverbreitung von SARS. Die Todesstrafe sei nur für den Fall vorgesehen, dass im Stile bio-terroristischer Anschläge aktiv Viren in Umlauf gebracht würden. Dies beziehe sich nicht spezifisch auf die SARS-Situation. China reagiert damit auf massive Kritik der WHO, der USA und von Menschenrechtsgruppen
Taiwan meldet 39 Neuinfektionen an einem einzigen Tag, ein neuer Höchstwert.
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| 21. Mai |
Die WHO spricht eine Reisewarnung für Taiwan aus. Dort ist die größte Zunahme an Infektionen weltweit zu verzeichnen.
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| 22. Mai |
Die Situation in Taiwan spitzt sich weiter zu. Auf der Insel gibt es bereits 483 Infizierte und 60 Tote. 35 von 49 Neuinfektionen der letzten 24 Stunden stammen aus Taiwan. China meldet den 300. SARS-Toten, die Zahl der Infizierten steigt auf 5.271.
In Peking wird die Schulschließung gelockert. Die oberen Jahrgänge der Mittelschulen, die sich auf die jährlich stattfindenden Hochschulzugangsprüfungen vorbereiten müssen, können wieder zur Schule gehen, alle anderen Schüler bleiben weiterhin zu Hause.
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